Therapieformen2016-11-15T10:10:45+00:00

Therapieformen

Parietale Osteopathie:

Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit der Untersuchung und Behandlung des Bewegungsapparates. Hierzu gehören Knochen, Bänder, Gelenke, Muskeln und Faszien. Sie können entweder durch den weiterlaufenden Einfluss von anderen Strukturen oder direkt durch eine Verletzung geschädigt werden.

Diese so genannten Dysfunktionen sorgen für vermehrte Spannung . Nicht nur am Ort des Geschehens, sondern auch weiterlaufend. Die Spannungen verursachenauch Probleme in der arteriellen Versorgung, der venösen Entsorgung, des nervalen, lymphatischen Systems und aller dazugehörigen Gebiete.

Die Osteopathie behandelt diese Dysfunktionen und sorgt dafür, dass durch ein Gleichgewicht innerhalb der Gelenke und der Muskulatur der gesamte Bewegungsapparat wieder gut funktionieren kann.

Viscerale Osteopathie:

Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit den inneren Organen, den Blutgefäßen, Lymphbahnen und dem dazugehörigen Bindegewebe. Die inneren Organe bewegen sich unwillkürlich bei jeder rumpfbewegung und mit jedem Atemzug. Funktionsstörungen entstehen durch altersbedingte Organsenkung, Operationsnarben und Entzündungen, aber auch durch falsche Ernährung. Diese Störungen zeigen sich in Bewegungseinschränkungen, die der Osteopath erkennen und behandeln kann.

Die inneren Organe hängen nicht frei in der Bauchhöhle , sondern gehen über Anheftungs- und Berührungspunkte Verbindungen ein mit anderen Organen oder dem Skelettsystem. Die indirekten Anhängepunkte des Darmes befinden sich zum Beispiel an der Lendenwirbelsäule und die Aufhängung der Gebärmutter an Kreuzbein und Beckenschaufel.

Kranio-sakrale Osteopathie:

Das zentrale Nervensystem wird vom Schädel, der Wirbelsäule und vom Becken mit seinen membranösen Häuten umgeben. Diese Teile bilden eine Einheit und werden als das kranio-sakrale System zusammengefasst. Auch alle anderen Teile des Körper stehen direkt oder indirekt mit diesem System in Verbindung und werden von ihm beeinflusst.

Jede Verletzung und jeder Unfall kann dieses System irritieren und somit aus dem Gleichgewicht bringen. Dadurch kann der Organismus in seiner Gesamtheit gestört werden, da das kranielle System mit allem in Verbindung steht, und darüber hinaus alles kontrolliert und steuert.

Andererseits kann der Osteopath über die Behandlung dieses System großen Einfluss auf den gesamten Körper und seine Steuerungsmechanismen ausüben, um so die Selbstheilungskräfte des Menschen zu unterstützen.

Osteopatische Prinzipien

Der Körper ist eine biologische Einheit:

Der menschliche Organismus befindet sich in einer ständigen Wechselwirkung mit seiner Umgebung. Diese Einheit besteht im pysischen und psychischem Funktionieren, sowohl im kranken als auch im gesunden Zustand.

Die Struktur und die Funktion sind wechselseitig voneinander abhängig:

Veränderungen der Struktur ziehen Veränderungen der Funktion nach sich und umgekehrt. Die Osteopathie benutzt das Konzept „Struktur und Funktion“ in ihrer diagnostischen und therapeutischen Anwendung durch manuelle Techniken.

Der Körper besitzt selbstregulierende Mechanismen:

Der Körper besitzt seine eigenen kurativen Kräfte sowie die natürliche Eigenschaft, sich selbst zu verteidigen. Er ist befähigt, bis zu einem bestimmten Punkt, die Ursachen der krankheit zu überwinden oder sich anzupassen.